Radiologen

Strahlenbelastung von Röntgen, CT und MRT

Strahlenbelastung aller Untersuchungen in einer Liste

Ein Röntgenbild der Lunge liegt typischerweise bei 0,04 Millisievert, eine Mammographie beider Brüste bei 0,4 Millisievert. Eine CT bringt je nach Körperteil 2 bis 10 Millisievert mit sich, die CT des Brustkorbs 5 Millisievert. Natürliche Strahlung ergibt in Deutschland im Mittel 2,1 Millisievert im Jahr, eine MRT arbeitet ohne Röntgenstrahlung.

6 Dinge, die Sie zu den Strahlenwerten wissen sollten

  • Die Werte sind typische Werte je Untersuchung, veröffentlicht vom Bundesamt für Strahlenschutz. Ihre eigene Aufnahme kann darüber oder darunter liegen.
  • Millisievert ist die Maßeinheit dafür, wie stark Strahlung den Körper insgesamt belastet. Je kleiner die Zahl, desto geringer die Belastung.
  • Zum Vergleich dient die natürliche Strahlung aus Boden, Luft und Nahrung. Sie liegt in Deutschland im Mittel bei 2,1 Millisievert im Jahr.
  • Die MRT und der Ultraschall arbeiten ohne Röntgenstrahlung. Die MRT steht deshalb ohne Strahlenwert in der Liste.
  • Ein Röntgenbild und eine CT sind nicht dasselbe: Die CT macht viele Aufnahmen in Schichten und bringt deshalb deutlich mehr Strahlung mit sich.
  • Ob eine Aufnahme mit Strahlung nötig ist, prüft vor jeder Untersuchung eine Ärztin mit eigener Ausbildung im Strahlenschutz.

Von 0,01 Millisievert bis 10 Millisievert je Untersuchung

Die Spanne reicht von 0,01 Millisievert (Röntgenbild eines Zahns) bis 10 Millisievert (CT des Bauchs). Ein Röntgenbild der Lunge liegt bei 0,04 Millisievert. Eine Mammographie beider Brüste liegt bei 0,4 Millisievert. Eine CT des Kopfes liegt bei 2 Millisievert. Eine MRT bringt keine Röntgenstrahlung mit sich. Natürliche Strahlung aus Boden, Luft und Nahrung ergibt in Deutschland im Mittel 2,1 Millisievert im Jahr.

17 Untersuchungen mit ihrer typischen Strahlenbelastung und der Zahl der Tage natürlicher Strahlung, die dasselbe ergeben, Stand 4. Oktober 2026, von der niedrigsten zur höchsten Belastung.
UntersuchungVerfahrenStrahlenbelastungSo viel wie natürliche Strahlung in
MRT (Magnetresonanztomographie)ohne Röntgenstrahlungkeine Röntgenstrahlungkeine
Röntgenbild eines ZahnsRöntgen0,01 Millisievert2 Tage
Röntgenbild von Bein oder FußRöntgen0,01 Millisievert2 Tage
Röntgenbild des SchädelsRöntgen0,02 Millisievert3 Tage
Röntgenbild der Lunge, eine AufnahmeRöntgen0,04 Millisievert7 Tage
Halswirbelsäule, zwei AufnahmenRöntgen0,2 Millisievert35 Tage
Brustwirbelsäule, zwei AufnahmenRöntgen0,3 Millisievert52 Tage
Becken, eine ÜbersichtsaufnahmeRöntgen0,3 Millisievert52 Tage
Bauch, eine ÜbersichtsaufnahmeRöntgen0,4 Millisievert70 Tage
Mammographie beider BrüsteRöntgen0,4 Millisievert70 Tage
Lendenwirbelsäule, zwei AufnahmenRöntgen0,6 Millisievert104 Tage
SchilddrüsenszintigrafieNuklearmedizin0,9 Millisievert156 Tage
CT des KopfesCT2 Millisievert348 Tage
CT der LendenwirbelsäuleCT2 Millisievert348 Tage
KnochenszintigrafieNuklearmedizin2,8 Millisievert487 Tage
CT des BrustkorbsCT5 Millisievert869 Tage
CT des BauchsCT10 Millisievert1.738 Tage

Natürliche Strahlung ergibt 2,1 Millisievert im Jahr

Millisievert ist die Maßeinheit dafür, wie stark Strahlung den Körper insgesamt belastet. Den größten Teil der natürlichen Strahlung atmen Sie ein: Das Gas Radon in Wohnungen bringt 1,1 Millisievert im Jahr. Strahlung aus dem Boden und aus dem Weltall bringt 0,7 Millisievert, die Nahrung 0,3 Millisievert.

Der Vergleich bewertet kein Risiko

Die Werte sind typische Werte des Bundesamts für Strahlenschutz, kein Messwert Ihrer Untersuchung. Der Vergleich mit der natürlichen Strahlung macht die Größenordnung greifbar, er sagt nichts über Ihr persönliches Risiko. Ob eine Aufnahme mit Strahlung nötig ist, prüft vor jeder Untersuchung eine Ärztin mit eigener Ausbildung im Strahlenschutz. Ein Ergebnis dieses Werkzeugs ist kein Befund.

Woher die Zahlen stammen

  • Bundesamt für Strahlenschutz: Röntgenpass, typische effektive Dosis je Untersuchung (Stand 16. Februar 2023), zur Quelle, abgerufen am 4. Oktober 2026.
  • Bundesamt für Strahlenschutz: Natürliche Strahlung in Deutschland, im Mittel 2,1 Millisievert je Person und Jahr (Stand 1. August 2024), zur Quelle, abgerufen am 4. Oktober 2026.
  • Bundesamt für Strahlenschutz: MRT als Schnittbildverfahren ohne Röntgenstrahlung, zur Quelle, abgerufen am 4. Oktober 2026.
  • § 83 Strahlenschutzgesetz: Vor jeder Anwendung prüft eine Ärztin mit Fachkunde im Strahlenschutz, ob der Nutzen das Risiko überwiegt, zur Quelle, abgerufen am 4. Oktober 2026.

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