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Strahlenbelastung von Röntgen, CT und MRT

Eine CT des Brustkorbs bringt typischerweise 5 Millisievert mit sich, ein Röntgenbild der Lunge 0,04 Millisievert, eine MRT gar keine Röntgenstrahlung. Zum Vergleich: Natürliche Strahlung ergibt in Deutschland im Mittel 2,1 Millisievert im Jahr. Das Werkzeug zeigt für 17 Untersuchungen, wie vielen Tagen natürlicher Strahlung die Belastung entspricht.

CT des Brustkorbs
5 Millisievert
Bundesamt für Strahlenschutz, Röntgenpass, Stand 16. Februar 2023
Röntgenbild der Lunge
0,04 Millisievert
Bundesamt für Strahlenschutz, Röntgenpass, Stand 16. Februar 2023
Natürliche Strahlung im Jahr
2,1 Millisievert
Bundesamt für Strahlenschutz, Natürliche Strahlung, Stand 1. August 2024

6 Dinge, die Sie zu den Strahlenwerten wissen sollten

  • Die Werte sind typische Werte je Untersuchung, veröffentlicht vom Bundesamt für Strahlenschutz. Ihre eigene Aufnahme kann darüber oder darunter liegen.
  • Millisievert ist die Maßeinheit dafür, wie stark Strahlung den Körper insgesamt belastet. Je kleiner die Zahl, desto geringer die Belastung.
  • Zum Vergleich dient die natürliche Strahlung aus Boden, Luft und Nahrung. Sie liegt in Deutschland im Mittel bei 2,1 Millisievert im Jahr.
  • Die MRT und der Ultraschall arbeiten ohne Röntgenstrahlung. Die MRT steht deshalb ohne Strahlenwert in der Liste.
  • Ein Röntgenbild und eine CT sind nicht dasselbe: Die CT macht viele Aufnahmen in Schichten und bringt deshalb deutlich mehr Strahlung mit sich.
  • Ob eine Aufnahme mit Strahlung nötig ist, prüft vor jeder Untersuchung eine Ärztin mit eigener Ausbildung im Strahlenschutz.

5 Millisievert sind typisch für die Untersuchung CT des Brustkorbs. So viel natürliche Strahlung bekommen Sie in Deutschland im Mittel in 869 Tagen ab, denn sie liegt bei 2,1 Millisievert im Jahr.

Das ist ein typischer Wert für diese Untersuchung, kein Messwert Ihrer Aufnahme. Wie viel Strahlung Sie wirklich abbekommen, hängt vom Gerät, von der Einstellung und vom Körperbau ab. Ob die Aufnahme nötig ist, prüft vorher eine Ärztin mit eigener Ausbildung im Strahlenschutz.

Von 0,01 Millisievert bis 10 Millisievert je Untersuchung

Die Spanne reicht von 0,01 Millisievert (Röntgenbild eines Zahns) bis 10 Millisievert (CT des Bauchs). Ein Röntgenbild der Lunge liegt bei 0,04 Millisievert. Eine Mammographie beider Brüste liegt bei 0,4 Millisievert. Eine CT des Kopfes liegt bei 2 Millisievert. Eine MRT bringt keine Röntgenstrahlung mit sich. Natürliche Strahlung aus Boden, Luft und Nahrung ergibt in Deutschland im Mittel 2,1 Millisievert im Jahr.

17 Untersuchungen mit ihrer typischen Strahlenbelastung und der Zahl der Tage natürlicher Strahlung, die dasselbe ergeben, Stand 4. Oktober 2026, von der niedrigsten zur höchsten Belastung.
UntersuchungVerfahrenStrahlenbelastungSo viel wie natürliche Strahlung in
MRT (Magnetresonanztomographie)ohne Röntgenstrahlungkeine Röntgenstrahlungkeine
Röntgenbild eines ZahnsRöntgen0,01 Millisievert2 Tage
Röntgenbild von Bein oder FußRöntgen0,01 Millisievert2 Tage
Röntgenbild des SchädelsRöntgen0,02 Millisievert3 Tage
Röntgenbild der Lunge, eine AufnahmeRöntgen0,04 Millisievert7 Tage
Halswirbelsäule, zwei AufnahmenRöntgen0,2 Millisievert35 Tage
Brustwirbelsäule, zwei AufnahmenRöntgen0,3 Millisievert52 Tage
Becken, eine ÜbersichtsaufnahmeRöntgen0,3 Millisievert52 Tage
Bauch, eine ÜbersichtsaufnahmeRöntgen0,4 Millisievert70 Tage
Mammographie beider BrüsteRöntgen0,4 Millisievert70 Tage
Lendenwirbelsäule, zwei AufnahmenRöntgen0,6 Millisievert104 Tage
SchilddrüsenszintigrafieNuklearmedizin0,9 Millisievert156 Tage
CT des KopfesCT2 Millisievert348 Tage
CT der LendenwirbelsäuleCT2 Millisievert348 Tage
KnochenszintigrafieNuklearmedizin2,8 Millisievert487 Tage
CT des BrustkorbsCT5 Millisievert869 Tage
CT des BauchsCT10 Millisievert1.738 Tage

Natürliche Strahlung ergibt 2,1 Millisievert im Jahr

Millisievert ist die Maßeinheit dafür, wie stark Strahlung den Körper insgesamt belastet. Den größten Teil der natürlichen Strahlung atmen Sie ein: Das Gas Radon in Wohnungen bringt 1,1 Millisievert im Jahr. Strahlung aus dem Boden und aus dem Weltall bringt 0,7 Millisievert, die Nahrung 0,3 Millisievert.

Der Vergleich bewertet kein Risiko

Die Werte sind typische Werte des Bundesamts für Strahlenschutz, kein Messwert Ihrer Untersuchung. Der Vergleich mit der natürlichen Strahlung macht die Größenordnung greifbar, er sagt nichts über Ihr persönliches Risiko. Ob eine Aufnahme mit Strahlung nötig ist, prüft vor jeder Untersuchung eine Ärztin mit eigener Ausbildung im Strahlenschutz. Ein Ergebnis dieses Werkzeugs ist kein Befund.

Woher die Zahlen stammen

  • Bundesamt für Strahlenschutz: Röntgenpass, typische effektive Dosis je Untersuchung (Stand 16. Februar 2023), zur Quelle, abgerufen am 4. Oktober 2026.
  • Bundesamt für Strahlenschutz: Natürliche Strahlung in Deutschland, im Mittel 2,1 Millisievert je Person und Jahr (Stand 1. August 2024), zur Quelle, abgerufen am 4. Oktober 2026.
  • Bundesamt für Strahlenschutz: MRT als Schnittbildverfahren ohne Röntgenstrahlung, zur Quelle, abgerufen am 4. Oktober 2026.
  • § 83 Strahlenschutzgesetz: Vor jeder Anwendung prüft eine Ärztin mit Fachkunde im Strahlenschutz, ob der Nutzen das Risiko überwiegt, zur Quelle, abgerufen am 4. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Wie viel Strahlung bekomme ich bei einer CT ab?

Eine CT bringt je nach Körperteil 2 bis 10 Millisievert mit sich, eine CT des Brustkorbs typischerweise 5 Millisievert, eine CT des Bauchs 10 Millisievert. Das sind die Werte des Bundesamts für Strahlenschutz. Eine CT des Brustkorbs entspricht damit etwa 869 Tagen natürlicher Strahlung.

Wie viel Strahlung hat ein normales Röntgenbild der Lunge?

Ein Röntgenbild der Lunge mit einer Aufnahme bringt typischerweise 0,04 Millisievert mit sich. So viel natürliche Strahlung bekommen Sie in Deutschland in etwa 7 Tagen ab. Ein Röntgenbild belastet viel weniger als eine CT, weil es nur eine Aufnahme ist.

Hat eine MRT Strahlung?

Nein, eine MRT arbeitet ohne Röntgenstrahlung. Sie nutzt ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. Eine MRT bringt deshalb 0 Millisievert Strahlenbelastung mit sich.

Wie viel Strahlung hat eine Mammographie?

Eine Mammographie beider Brüste mit je zwei Aufnahmen bringt typischerweise 0,4 Millisievert mit sich. Das entspricht etwa 70 Tagen natürlicher Strahlung in Deutschland. Der Wert stammt vom Bundesamt für Strahlenschutz.

Wie viel natürliche Strahlung bekommt man in Deutschland im Jahr ab?

Im Mittel 2,1 Millisievert im Jahr. Den größten Teil davon macht das Gas Radon in Wohnungen aus. Der Wert schwankt je nach Wohnort und Haus.

Ratgeber zu Strahlung, Röntgen und der Wahl des Verfahrens