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Wie viel Strahlung bekommt man beim Röntgen und im CT?

Veröffentlicht am , zuletzt aktualisiert am

Ein Röntgenbild des Brustkorbs bringt 0,02 bis 0,07 Millisievert, eine CT von Bauch und Becken 6 bis 9 Millisievert. Millisievert ist die Maßeinheit für die Strahlenbelastung des Körpers. Zum Vergleich bekommt jeder Mensch in Deutschland aus der Natur im Schnitt 2,1 Millisievert im Jahr, ganz ohne Untersuchung.

Natürliche Strahlung pro Jahr
2,1 Millisievert
Bundesamt für Strahlenschutz, Röntgendiagnostik: Nutzen und Risiken, Stand 2026-01
Röntgenbild des Brustkorbs
0,02 bis 0,07 Millisievert
Bundesamt für Strahlenschutz, Röntgendiagnostik: Nutzen und Risiken, Stand 2026-01
CT von Bauch und Becken
6 bis 9 Millisievert
Bundesamt für Strahlenschutz, Röntgendiagnostik: Nutzen und Risiken, Stand 2026-01
Eine Fachkraft stellt einen Patienten für eine Röntgenaufnahme der Lunge an das Gerät
Ein Patient steht für ein Röntgenbild der Lunge am Gerät, an der Wand hängt eine Bleischürze. Bild: KI generiert.

Millisievert macht Röntgenstrahlung vergleichbar

Millisievert ist die Maßeinheit für die Strahlenbelastung des Körpers. Ein Millisievert ist ein Tausendstel Sievert. Die Zahl berücksichtigt, wie empfindlich die getroffenen Organe auf Strahlung reagieren. Deshalb lässt sich eine Zahnaufnahme mit einer CT vergleichen, und beide mit der Strahlung aus der Natur.

Strahlung aus der Natur bekommen Sie ohnehin. In Deutschland sind es im Schnitt 2,1 Millisievert im Jahr. Den größten Teil macht mit 1,1 Millisievert das radioaktive Gas Radon aus. Dazu kommt Strahlung aus dem Erdboden, aus dem Weltall und aus der Nahrung.

Aus der Medizin kamen 2023 im Schnitt noch einmal 1,5 Millisievert je Einwohner dazu, vor allem aus Röntgen und CT. Damit macht die Medizin fast die Hälfte der gesamten Strahlenbelastung eines Jahres aus.

Vergleichswerte für Röntgenstrahlung je Untersuchung

Die Werte des Bundesamts für Strahlenschutz reichen von unter 0,01 Millisievert für eine Zahnaufnahme bis zu 10 Millisievert bei einem Herzkatheter. Ein Röntgenbild des Brustkorbs bringt 0,02 bis 0,07 Millisievert, eine Mammographie beider Brüste 0,3 bis 0,5 Millisievert. Eine CT des Kopfes liegt bei 1 bis 1,5 Millisievert, eine CT von Bauch und Becken bei 6 bis 9 Millisievert.

Typische Strahlenbelastung je Untersuchung bei einer Person mit durchschnittlichem Körperbau, nach Angaben des Bundesamts, Stand Januar 2026. Die rechte Spalte rechnet um, wie lange die Natur für dieselbe Menge braucht.
UntersuchungStrahlung in MillisievertEntspricht Strahlung aus der Natur in etwa
Zahnaufnahmeunter 0,01weniger als 2 Tagen
Röntgenbild des Kopfesunter 0,01 bis 0,02bis zu 3,5 Tagen
Röntgenbild von Arm oder Bein0,01 bis 0,12 bis 17 Tagen
Röntgenbild des Brustkorbs0,02 bis 0,073,5 bis 12 Tagen
Röntgenbild des Beckens0,1 bis 0,317 bis 52 Tagen
Mammographie beider Brüste, je zwei Aufnahmen0,3 bis 0,52 bis 3 Monaten
Lendenwirbelsäule, zwei Aufnahmen0,4 bis 0,82 bis 4,5 Monaten
CT des Kopfes1 bis 1,56 bis 9 Monaten
Röntgen des Darms mit Kontrastmittel2 bis 81 bis 4 Jahren
Herzkatheter mit Darstellung der Herzgefäße oder Eingriff2 bis 101 bis 5 Jahren
CT des Brustkorbs4 bis 62 bis 3 Jahren
CT von Bauch und Becken6 bis 93 bis 4 Jahren

Die rechte Spalte ist eine Hilfe zum Einordnen. Ein Risiko lässt sich daraus nicht ablesen.

Ihr eigener Wert kann deutlich abweichen. Das Bundesamt nennt dafür vier Gründe.

  • Moderne Geräte brauchen weniger Strahlung. In den letzten 30 Jahren ist die Strahlung der meisten Röntgenuntersuchungen deutlich gesunken.
  • Wie genau das Bild sein muss, hängt von der Frage ab, die es klären soll.
  • Körperbau und Gewicht verändern den Wert.
  • Auch die Erfahrung der Ärztinnen und der medizinischen Fachkräfte am Gerät zählt.

Warum die CT den größten Teil der Röntgenstrahlung ausmacht

Die CT, die Computertomographie, ist ein Röntgenverfahren, das den Körper in Querschnittsbildern zeigt. Sie bringt deutlich mehr Strahlung als ein einfaches Röntgenbild.

2023 gab es in Deutschland etwa 125 Millionen Röntgenuntersuchungen, im Schnitt rund 1,5 je Einwohner und Jahr. Nur etwa 12 Prozent davon waren CT-Untersuchungen. Sie machten aber 73 Prozent der Strahlenbelastung aus allen Röntgenuntersuchungen aus. Rechnet man Darstellungen und Eingriffe an Blutgefäßen dazu, sind es etwa 15 Prozent der Untersuchungen und fast 90 Prozent der Strahlenbelastung.

Für Ihre eigene Bilanz zählt deshalb kaum, ob Sie ein Röntgenbild vom Zahn oder vom Knöchel bekommen. Entscheidend ist, ob eine CT nötig ist und wie oft sie gemacht wird. Bringen Sie frühere Aufnahmen mit, dann kann eine neue Aufnahme manchmal entfallen.

Wer kontrolliert die Strahlung in der Praxis?

Für häufige Untersuchungen legt das Bundesamt Vergleichswerte fest, die diagnostischen Referenzwerte. Die Praxen messen ihre eigene Strahlung daran, und für Kinder gelten eigene Werte. Ein Grenzwert für Ihren Einzelfall ist das nicht. Liegt eine Untersuchung darüber, kann das medizinisch richtig sein, etwa bei kräftigem Körperbau. Die Praxis muss dann aber aufschreiben, dass der Wert überschritten wurde und warum.

So prüft die Praxis die Strahlung Ihrer Untersuchung
  1. Prüfung vor der Aufnahme

    Eine Ärztin mit Ausbildung im Strahlenschutz entscheidet, ob die Aufnahme nötig ist und wie sie gemacht wird.

  2. Aufzeichnung

    Die Praxis schreibt Zeitpunkt und Art der Untersuchung, die Strahlenbelastung und den Befund auf.

  3. Vergleich mit dem Referenzwert

    Liegt die Strahlung über dem Vergleichswert, notiert die Praxis auch den Grund.

  4. Stichproben von außen

    Prüfstellen, die ärztlichen Stellen, kontrollieren stichprobenweise Bildqualität, Aussagekraft der Bilder und die Entscheidung für die Aufnahme. Sie vergleichen auch die Strahlung mit den Referenzwerten.

  5. Aufbewahrung

    Aufzeichnungen und Bilder von Erwachsenen bewahrt die Praxis zehn Jahre auf. Auf Wunsch bekommen Sie eine Abschrift.

Diese Kontrollen laufen, ohne dass Sie etwas dafür tun müssen.

Röntgen in der Schwangerschaft und bei Kindern

In der Schwangerschaft wird nur in besonders begründeten Ausnahmefällen geröntgt. Sagen Sie der Praxis vor der Untersuchung, ob Sie schwanger sind oder es sein könnten. Die Ärztin ist verpflichtet, danach zu fragen. Prüfen Sie mit ihr, ob Ultraschall oder MRT die Frage klären, denn beide kommen ohne Röntgenstrahlung aus.

Haben Sie erst nach der Aufnahme von der Schwangerschaft erfahren, sprechen Sie mit der Praxis und Ihrer Frauenärztin über das Röntgen in unbemerkter Schwangerschaft.

Junge Menschen reagieren empfindlicher auf Strahlung als ältere. Bei ihnen bleibt außerdem mehr Lebenszeit, in der ein Krebs durch Strahlung entstehen könnte, denn das dauert Jahre bis Jahrzehnte. Für Kinder legt das Bundesamt eigene Vergleichswerte für die Strahlung fest.

6 Wege zu weniger Röntgenstrahlung

Das wichtigste Ziel im Strahlenschutz ist, unnötige Untersuchungen zu vermeiden. Daran können Sie selbst einiges ändern. Das Bundesamt empfiehlt sechs Schritte.

  1. Sagen Sie der Praxis, ob Sie in letzter Zeit ähnlich geröntgt wurden und wo.
  2. Führen Sie einen Röntgenpass und lassen Sie jede Röntgenuntersuchung eintragen, auch Untersuchungen mit schwach radioaktiven Mitteln. Den Pass gibt es beim Bundesamt kostenlos zum Herunterladen.
  3. Bringen Sie frühere Aufnahmen mit oder lassen Sie sie anfordern. Die Praxis muss sie Ihnen oder der nächsten Praxis leihweise überlassen.
  4. Lassen Sie sich erklären, warum die Untersuchung nötig ist und welches Risiko sie hat. Die Praxis muss Sie vorher über das Risiko informieren.
  5. Nennen Sie eine bestehende oder vermutete Schwangerschaft von sich aus.
  6. Fragen Sie, ob Ultraschall, eine Spiegelung oder eine MRT die Frage genauso gut klären.

Die Original-Röntgenbilder gehören übrigens nicht Ihnen, auch nicht als Privatpatient. Die Praxis leiht sie aus, und Sie geben sie danach zurück. Eine Kopie dürfen Sie dagegen behalten, und die erste ist kostenlos. Sie können Befund und Bilder anfordern, am besten schriftlich bei der Praxis, die Sie untersucht hat.

Häufige Fragen

Wie viel Strahlung bekomme ich bei einem Röntgenbild des Brustkorbs?

Ein Röntgenbild des Brustkorbs bringt 0,02 bis 0,07 Millisievert. Das ist ein kleiner Teil der 2,1 Millisievert, die ein Mensch in Deutschland im Schnitt pro Jahr aus der Natur bekommt. Der genaue Wert hängt vom Gerät und vom Körperbau ab.

Wie viel mehr Strahlung bringt eine CT als ein Röntgenbild?

Eine CT bringt ein Vielfaches der Strahlung eines einfachen Röntgenbilds. Eine CT des Kopfes liegt bei 1 bis 1,5 Millisievert, eine CT von Bauch und Becken bei 6 bis 9 Millisievert. Ein Röntgenbild des Brustkorbs bringt dagegen nur 0,02 bis 0,07 Millisievert.

Wie gefährlich ist die Strahlung einer CT?

Wie gefährlich die Strahlung einer einzelnen CT ist, lässt sich nicht genau sagen. Was man über Strahlenrisiken weiß, stammt aus Studien mit höheren Mengen. Im Strahlenschutz gilt deshalb vorsichtshalber, dass jede Untersuchung ein kleines zusätzliches Risiko hat. Dem steht der Nutzen gegenüber, eine Krankheit rechtzeitig zu erkennen.

Gibt es den Röntgenpass noch?

Ja, den Röntgenpass gibt es weiterhin beim Bundesamt für Strahlenschutz. Sie können ihn kostenlos herunterladen oder als Broschüre bestellen. Lassen Sie jede Röntgenuntersuchung eintragen, dann sieht die nächste Praxis sofort, was schon gemacht wurde.

Warum bekomme ich beim Röntgen keine Bleischürze mehr?

Eine Bleischürze ist bei modernen Röntgengeräten meist nicht mehr nötig, weil die Geräte mit immer weniger Strahlung auskommen. Seit 2022 gilt die Empfehlung, solche Schutzmittel nur noch in den wenigsten Fällen zu verwenden. Fehlt die Schürze, ist das kein Fehler der Praxis.

Darf man in der Schwangerschaft geröntgt werden?

Nur in besonders begründeten Ausnahmefällen wird in der Schwangerschaft geröntgt. Sagen Sie der Praxis vorher, ob Sie schwanger sind oder es sein könnten. Die Ärztin ist verpflichtet, danach zu fragen.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Röntgendiagnostik: Nutzen und Risiken (StrahlenschutzKonkret), Dosiswerte, Schwangerschaft, Empfehlungen für Patientinnen und Patienten, Stand Januar 2026, Bundesamt für Strahlenschutz,
  2. Röntgendiagnostik: Häufigkeit und Strahlenexposition für die deutsche Bevölkerung (Daten für 2023), Bundesamt für Strahlenschutz,
  3. Bekanntmachung der aktualisierten diagnostischen Referenzwerte für diagnostische und interventionelle Röntgenanwendungen vom 17. November 2022 (Tabellen 1, 2 und 7), Bundesamt für Strahlenschutz,
  4. Diagnostische Referenzwerte: Bekanntmachungen für Röntgen- und nuklearmedizinische Untersuchungen, Bundesamt für Strahlenschutz,
  5. § 85 StrlSchG, Aufzeichnungs-, Aufbewahrungs- und behördliche Mitteilungspflichten (Absatz 1a: Überschreitung diagnostischer Referenzwerte), Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  6. § 124 StrlSchV, Informationspflichten (Information über das Risiko der Strahlenanwendung vor der Anwendung), Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  7. § 630g BGB, Einsichtnahme in die Behandlungsakte (erste Abschrift unentgeltlich), Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Die Texte werden vor der Veröffentlichung gelesen. Name, Adresse und Kontaktdaten der Praxen stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

Korrekturweg

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Stand dieser Angaben: 4. Oktober 2026.