Ein MRT- oder CT-Befund hat meist 5 Abschnitte
Radiologische Befundberichte folgen einem festen Aufbau. Eine frühere deutsche Norm hat ihn in fünf Abschnitte gegliedert, und Fachleute gehen davon aus, dass die allermeisten Berichte diesem Aufbau entsprechen. So findet jede Praxis, die den Bericht liest, die Angaben an derselben Stelle.
Den Kern bildet der medizinische Inhalt mit der Frage der Überweisung, der Beschreibung der Bilder und der Beurteilung.
| Abschnitt | Was darin steht |
|---|---|
| Angaben zu Ihnen | Name, Geburtsdatum und weitere Angaben, damit der Bericht eindeutig zu Ihnen gehört |
| Angaben für den Strahlenschutz | freiwilliger Abschnitt für Untersuchungen mit Röntgenstrahlung |
| Angaben zur Untersuchung | welche Untersuchung an welcher Körperstelle gemacht wurde und wann |
| Medizinischer Inhalt | die Frage der Überweisung, die Beschreibung der Bilder und die Beurteilung |
| Angaben zum Bericht | Angaben über den Bericht als Dokument |
Befund beschreibt, Beurteilung fasst zusammen
Im medizinischen Inhalt steht die Frage, mit der Sie überwiesen wurden. Die Radiologin beschreibt außerdem, was sie auf den Bildern sieht. Diese Beschreibung heißt Befund. Im Alltag meint das Wort oft den ganzen Bericht, im Bericht selbst nur die Beschreibung der Bilder.
Die Beurteilung fasst den Befund zusammen und beantwortet die Frage der Überweisung. Manchmal enthält sie auch einen Vorschlag für weitere Untersuchungen oder Kontrollen.
Lesen Sie beides zusammen. Wer nur die Beurteilung liest, kennt das Ergebnis, aber nicht die Grundlage dafür.
Viele Fachwörter im Befund kommen aus dem Lateinischen oder Englischen. Die Übersetzung eines Worts können Sie nachschlagen oder erfragen. Was es für Sie bedeutet, hängt aber von Ihrer Krankengeschichte ab, und das beantwortet nur Ihre Ärztin.
Woran Sie einen sorgfältigen Befund erkennen
In der Fachliteratur gelten sechs Merkmale als Zeichen eines guten Befunds. Sie wurden 1998 in einer amerikanischen Fachzeitschrift beschrieben und beginnen im Englischen alle mit C.
- Klarheit heißt, dass die überweisende Ärztin den Befund versteht und nachvollziehen kann.
- Richtigkeit heißt, dass der Befund fachlich stimmt und wenn möglich eine genaue Diagnose nennt.
- Sicherheit heißt, dass der Bericht zeigt, wie sicher sich die Radiologin bei einer Diagnose ist.
- Knappheit heißt, dass der Bericht genau und ohne Umwege formuliert ist.
- Vollständigkeit heißt, dass keine wichtige Auffälligkeit fehlt.
- Einheitlichkeit heißt, dass der Bericht seine Begriffe durchgehend gleich verwendet.
Wer Ihren MRT-Befund bekommt
Der fertige Bericht geht zuerst an die Praxis, die Sie überwiesen hat. Dort bespricht Ihre Ärztin ihn mit Ihnen und ordnet ihn in Ihre Krankengeschichte ein.
Eine eigene Kopie können Sie unabhängig davon verlangen. Ihnen steht die vollständige Behandlungsakte zu, der Befund eingeschlossen, und die erste Kopie ist seit Februar 2026 kostenlos. Sie können Befund und Bilder anfordern, und zwar bei der Praxis, die Sie untersucht hat.
Auswertung der Bilder
Die Radiologin beschreibt die Bilder und fasst das Ergebnis in der Beurteilung zusammen.
Bericht an die überweisende Praxis
Der Bericht geht an die Praxis, die Sie überwiesen hat.
Gespräch mit Ihrer Ärztin
Ihre Ärztin bespricht den Befund mit Ihnen und plant die nächsten Schritte.
Kopie für Sie
Auf Wunsch bekommen Sie bei der untersuchenden Praxis eine Kopie von Befund und Bildern.
Die Praxis bewahrt Ihre Behandlungsakte mit dem Befund zehn Jahre nach Ende der Behandlung auf.
5 Fragen zu Ihrem Befund für das Arztgespräch
Nehmen Sie den vollständigen Bericht zum Gespräch mit, nicht nur die kurze Auskunft direkt nach der Untersuchung. Fünf Fragen bringen Sie im Gespräch weiter.
- Was bedeutet der Befund für meine weitere Behandlung?
- Gibt es eine Auffälligkeit, die weiter abgeklärt werden muss, und mit welcher Untersuchung?
- Gibt es frühere Aufnahmen zum Vergleich, und was hat sich seitdem verändert?
- Welche Fachwörter im Bericht sind wichtig, und was bedeuten sie auf Deutsch?
- Wann und wie erfahre ich, ob ein weiterer Termin nötig ist?
Was tun, wenn der MRT-Befund unklar bleibt?
Bleiben nach dem Gespräch Fragen offen, rufen Sie die Praxis an, die den Befund geschrieben hat. Dort liegen die Bilder und der genaue Wortlaut vor.
Bei einem schwierigen oder folgenreichen Befund können Sie eine zweite radiologische Meinung einholen. Für eine Zweitmeinung zu radiologischen Bildern bringen Sie Befund und Bilddatei mit.
Häufige Fragen
Aus welchen Teilen besteht ein radiologischer Befundbericht?
Ein radiologischer Befundbericht besteht meist aus fünf Abschnitten, die eine frühere deutsche Norm festgelegt hat. Das sind Angaben zu Ihnen, freiwillige Angaben zum Strahlenschutz, Angaben zur Untersuchung, der medizinische Inhalt und Angaben zum Bericht selbst. Im medizinischen Inhalt stehen die Frage der Überweisung, die Beschreibung der Bilder und die Beurteilung.
Was ist der Unterschied zwischen Befund und Beurteilung im MRT-Bericht?
Der Befund im MRT-Bericht beschreibt, was auf den Bildern zu sehen ist. Die Beurteilung fasst das zusammen und beantwortet die Frage, mit der Sie überwiesen wurden. Manchmal enthält sie auch einen Vorschlag für weitere Untersuchungen.
Bekomme ich meinen MRT-Befund automatisch zugeschickt?
Nicht unbedingt, denn der MRT-Befund geht zuerst an die Praxis, die Sie überwiesen hat. Eine eigene Kopie bekommen Sie auf Wunsch bei der Praxis, die Sie untersucht hat. Die erste Kopie ist seit Februar 2026 kostenlos.
Kann ich Fachwörter aus meinem MRT-Befund im Internet nachschlagen?
Ja, die Übersetzung eines Fachworts aus dem MRT-Befund können Sie nachschlagen, seine Bedeutung für Sie aber nicht. Ein Begriff kann im Zusammenhang mit Ihrer Krankengeschichte etwas anderes bedeuten als allein. Fragen Sie deshalb Ihre Ärztin, was der Befund für Sie bedeutet.
Was bedeuten die sechs C bei einem radiologischen Befund?
Die sechs C sind Merkmale eines sorgfältig geschriebenen radiologischen Befunds. Sie stehen für Klarheit, Richtigkeit, Sicherheit der Aussage, Knappheit, Vollständigkeit und Einheitlichkeit. Sie sagen etwas über die Qualität des Berichts, nicht über die Schwere einer Erkrankung.
Was mache ich, wenn ich meinen MRT-Befund nach dem Arztgespräch nicht verstehe?
Fragen Sie zuerst bei der Praxis nach, die den MRT-Befund geschrieben hat, denn dort liegen Bilder und Bericht vor. Bei einem schwierigen oder folgenreichen Befund können Sie eine zweite radiologische Meinung einholen.
