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Worin unterscheiden sich MRT, CT, Röntgen und Ultraschall?

Veröffentlicht am , zuletzt aktualisiert am

MRT und Ultraschall arbeiten ohne Röntgenstrahlung, Röntgen und CT mit. Die MRT zeigt Gehirn, Rückenmark, Organe und Muskeln besonders genau, dauert aber 20 bis 50 Minuten. Die CT ist in wenigen Minuten fertig und nach Unfällen meist die erste Wahl. Röntgen zeigt Knochenbrüche und die Lunge, Ultraschall Organe im Bauch, Herz und Gefäße.

Röntgenaufnahme des Brustkorbs
0,02 bis 0,07 Millisievert
Bundesamt für Strahlenschutz: Röntgendiagnostik, Nutzen und Risiken, Stand 2026-01
CT von Bauch und Becken
6 bis 9 Millisievert
Bundesamt für Strahlenschutz: Röntgendiagnostik, Nutzen und Risiken, Stand 2026-01
Flur einer radiologischen Praxis mit offenen Türen zu zwei Untersuchungsräumen mit Geräten
Durch zwei offene Türen sieht man die Geräte einer radiologischen Praxis. Bild: KI generiert.

Was MRT, CT, Röntgen und Ultraschall am besten zeigen

Alle vier Verfahren machen Bilder aus dem Inneren des Körpers, aber jedes auf seine Weise. Röntgen und CT, die Computertomographie, arbeiten mit Röntgenstrahlung. Die MRT, die Magnetresonanztomographie, nutzt ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. Der Ultraschall schickt Schallwellen in den Körper und fängt ihr Echo wieder auf.

Die MRT zeigt weiches Gewebe wie Gehirn, Rückenmark, innere Organe und Muskeln besonders genau, Knochen dagegen schlechter. Die CT setzt viele Röntgenaufnahmen zu Schnittbildern zusammen, auf denen schon kleine Veränderungen auffallen. Ein einfaches Röntgenbild ist dagegen ein Schattenbild, in dem sich die Gewebe überlagern.

Beim Ultraschall stören Luft und Knochen. Lunge und Darm enthalten Luft, und das Gehirn liegt hinter dem Schädel, deshalb sieht der Ultraschall dort wenig.

So unterscheiden sich MRT, CT, Röntgen und Ultraschall in Technik, Stärken und Grenzen.
VerfahrenWomit es arbeitetWas es gut zeigtWo es an Grenzen stößt
MRTMagnetfeld und Radiowellen, ohne RöntgenstrahlungGehirn, Rückenmark, innere Organe, MuskelnKnochen, enge und laute Röhre, Metall im Körper
CTRöntgenstrahlung, viele SchnittbilderVerletzungen nach Unfällen, Knochen, Lunge, KrebsStrahlung, weiches Gewebe weniger genau als in der MRT
RöntgenRöntgenstrahlung, ein SchattenbildKnochenbrüche, Lunge, Brust bei der MammographieGewebe überlagern sich im Bild
UltraschallSchallwellen, ohne RöntgenstrahlungOrgane im Bauch, Herz, Gefäße, Kind in der SchwangerschaftLuft und Knochen, etwa bei Lunge, Darm und Gehirn

Strahlung bei Röntgen und CT im Vergleich

Röntgen und CT belasten den Körper mit Strahlung, MRT und Ultraschall nicht. Die Strahlenbelastung wird in Millisievert gemessen, der Maßeinheit für die Strahlung, die der Körper aufnimmt. Diese Einheit berücksichtigt, wie empfindlich die getroffenen Organe sind. So lassen sich ganz verschiedene Untersuchungen miteinander vergleichen.

Die typischen Werte des Bundesamts für Strahlenschutz reichen von unter 0,01 Millisievert für eine Zahnaufnahme bis zu 6 bis 9 Millisievert für eine CT von Bauch und Becken. Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs liegt bei 0,02 bis 0,07 Millisievert, eine Mammographie beider Brüste bei 0,3 bis 0,5 Millisievert. Eine CT des Kopfes kommt auf 1 bis 1,5 Millisievert, eine MRT und ein Ultraschall auf 0 Millisievert.

Typische Strahlenbelastung je Untersuchung bei Erwachsenen mit üblichem Körperbau, Stand Januar 2026. Im Einzelfall kann der Wert abweichen.
UntersuchungTypische Strahlenbelastung
Ultraschall0 Millisievert
MRT0 Millisievert
Zahnaufnahmeunter 0,01 Millisievert
Röntgen des Brustkorbs0,02 bis 0,07 Millisievert
Mammographie beider Brüste, je 2 Aufnahmen0,3 bis 0,5 Millisievert
Röntgen der Lendenwirbelsäule, von vorn und von der Seite0,4 bis 0,8 Millisievert
CT des Kopfes1 bis 1,5 Millisievert
CT des Brustkorbs4 bis 6 Millisievert
CT von Bauch und Becken6 bis 9 Millisievert

Zum Vergleich nimmt jeder Mensch in Deutschland aus der Natur im Schnitt 2,1 Millisievert im Jahr auf, etwa aus dem Boden, der Atemluft und der Nahrung. Eine CT von Bauch und Becken entspricht damit etwa drei bis vier Jahren dieser natürlichen Strahlung. Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs entspricht nur einigen Tagen.

Deshalb setzt der Strahlenschutz vor allem bei der CT an. CT-Untersuchungen und Eingriffe an Blutgefäßen unter Röntgenkontrolle machten 2023 nur etwa 15 Prozent aller Röntgenuntersuchungen aus. Auf sie entfielen aber fast 90 Prozent der Strahlenbelastung, die Röntgen in Deutschland verursacht.

Wann eine MRT besser passt als eine CT

Die MRT kommt ohne Röntgenstrahlung aus und zeigt weiches Gewebe genauer als die CT. Sie ist deshalb oft die Wahl, wenn es um Gehirn, Rückenmark oder innere Organe geht. Der Krebsinformationsdienst nennt als Beispiele Hirntumoren, Prostatakrebs, Gebärmutterkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Dafür braucht die MRT Zeit. Die Messung dauert meist 20 bis 50 Minuten, und so lange liegen Sie still in einer engen, lauten Röhre. Metall im Körper und Geräte wie einen Herzschrittmacher prüft die Praxis vorher, weil der Magnet Metall anzieht und Geräte stören kann.

Die CT ist meist in wenigen Minuten fertig. Ihre Öffnung ist 70 bis 80 Zentimeter weit, und der größte Teil des Körpers bleibt draußen. Metall im Körper ist bei der CT nicht gefährlich, und auch ein Herzschrittmacher schließt sie nicht aus. Nach einem Unfall oder bei einer Kopfverletzung ist die CT deshalb meist die erste Wahl.

Wer Angst vor der engen Röhre hat, kann einiges tun, damit die Untersuchung trotzdem gelingt. Was bei Platzangst im MRT hilft, sprechen Sie am besten schon bei der Terminvergabe an.

Wann Ultraschall oder Röntgen ausreicht

Der Ultraschall ist das am weitesten verbreitete Bildverfahren in der Medizin. Er arbeitet ohne Strahlung und belastet kaum. Frauenärztinnen nutzen ihn in der Schwangerschaft, andere Fachärzte am Bauch, am Herzen und an den Gefäßen. Er zeigt dabei auch, wie das Blut durch die Gefäße fließt.

Für einen Knochenbruch braucht es fast immer ein Röntgenbild. Auch ob ein gebrochener Knochen nach dem Einrichten richtig steht, prüft die Ärztin mit einer Röntgenaufnahme. Die Strahlung ist dabei gering, eine Aufnahme von Armen oder Beinen liegt bei 0,01 bis 0,1 Millisievert.

Reicht ein Verfahren ohne Strahlung für Ihre Frage, ist es die schonendere Wahl. Das Bundesamt rät, vor jeder Röntgenaufnahme zu prüfen, ob Ultraschall oder MRT gleich gute Antworten liefern.

Wer entscheidet, ob Sie eine MRT oder eine CT bekommen?

Welches Verfahren Sie bekommen, entscheidet nicht Ihr Wunsch, sondern die Frage, die das Bild klären soll. Bei Röntgen und CT kommt eine Prüfung hinzu. Eine Ärztin mit einer eigenen Ausbildung im Strahlenschutz klärt vor jeder Aufnahme, ob der Nutzen für Sie größer ist als das Risiko durch die Strahlung. Eine CT, nur weil sie gründlicher wirkt, gibt es deshalb nicht.

Sie dürfen trotzdem nachfragen. Vier Fragen helfen im Gespräch mit Ihrer Ärztin.

  1. Was würde sich an meiner Behandlung ändern, je nachdem wie das Ergebnis ausfällt?
  2. Gibt es schon aktuelle Bilder dieser Körperstelle, die ich mitbringen kann?
  3. Beantwortet ein Verfahren ohne Strahlung, etwa Ultraschall oder MRT, dieselbe Frage?
  4. Brauche ich Kontrastmittel, und was muss ich dafür vorher sagen?

Bringen Sie frühere Aufnahmen mit oder lassen Sie sie anfordern. Das Bundesamt empfiehlt außerdem einen Röntgenpass, in den die Praxis jede Röntgenuntersuchung einträgt. Ob Sie Kontrastmittel bei MRT und CT gut vertragen, hängt vor allem von Ihren Nieren, Ihrer Schilddrüse und früheren Reaktionen ab.

Welches Verfahren passt zu Ihrer Frage?

Geht es um weiches Gewebe wie Gehirn, Rückenmark oder innere Organe?

Ja

Dann ist oft die MRT das passende Verfahren. Sie zeigt weiches Gewebe genau und arbeitet ohne Strahlung.

Nein

Muss es schnell gehen, etwa nach einem Unfall?

Ja

Dann ist meist die CT die erste Wahl. Sie ist in wenigen Minuten fertig.

Nein

Geht es um einen Knochenbruch?

Ja

Dann braucht es fast immer ein Röntgenbild. Die Strahlung dafür ist gering.

Nein

Dann ist oft der Ultraschall der erste Schritt. Er arbeitet ohne Strahlung und belastet kaum.

Was Szintigrafie und PET-CT anders zeigen

Röntgen, CT und MRT zeigen vor allem die Form eines Organs. Die Nuklearmedizin zeigt dagegen, wie es arbeitet. Dafür bekommen Sie eine kleine Menge eines schwach radioaktiven Mittels, meist als Spritze. Eine Kamera misst dann, wo sich das Mittel im Körper sammelt. So sieht die Ärztin zum Beispiel, wie aktiv Ihre Schilddrüse ist.

Diese Untersuchung heißt Szintigrafie. Eine Szintigrafie der Schilddrüse bedeutet im Schnitt 0,7 Millisievert, über alle nuklearmedizinischen Untersuchungen sind es im Schnitt 2,2 Millisievert.

Ein PET-CT verbindet eine solche Messung mit einer CT. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt es in der Praxis nur bei bestimmten Krebsarten, vor allem bei Lungenkrebs, Lymphdrüsenkrebs und Tumoren an Kopf und Hals. Diese Liste legt der Gemeinsame Bundesausschuss fest, das Gremium aus Ärzten und Krankenkassen, das bestimmt, was die Kasse zahlt. Im Krankenhaus gelten andere Regeln.

Welche Verfahren in der Schwangerschaft infrage kommen

Sagen Sie vor jeder Untersuchung, ob Sie schwanger sind oder es sein könnten. Röntgen und CT kommen in der Schwangerschaft nur in Ausnahmefällen infrage, weil Strahlung das ungeborene Kind schädigen kann.

Auch die MRT wägt die Ärztin in der Schwangerschaft genau ab, obwohl sie ohne Strahlung arbeitet. In den ersten 3 Monaten machen Praxen sie nur in dringenden Ausnahmefällen. Der Ultraschall gilt dagegen als sicher und ist die übliche Untersuchung in der Schwangerschaft.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen MRT und CT?

Der wichtigste Unterschied zwischen MRT und CT ist die Strahlung, denn die CT arbeitet mit Röntgenstrahlung und die MRT mit einem Magnetfeld. Die MRT zeigt weiches Gewebe wie Gehirn und Organe genauer, dauert aber meist 20 bis 50 Minuten. Die CT ist in wenigen Minuten fertig und nach Unfällen meist die erste Wahl.

Wie viel Strahlung hat eine CT im Vergleich zu einer Röntgenaufnahme?

Eine CT bedeutet deutlich mehr Strahlung als eine einfache Röntgenaufnahme. Eine CT von Bauch und Becken liegt bei 6 bis 9 Millisievert, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs bei 0,02 bis 0,07 Millisievert. Aus der Natur nimmt jeder Mensch in Deutschland im Schnitt 2,1 Millisievert im Jahr auf.

Kann ich mir aussuchen, ob ich eine MRT oder eine CT bekomme?

Nein, ob Sie eine MRT oder eine CT bekommen, richtet sich nach der Frage, die das Bild klären soll. Bei der CT prüft zusätzlich eine Ärztin mit Ausbildung im Strahlenschutz, ob der Nutzen größer ist als das Risiko. Sie können aber fragen, ob ein Verfahren ohne Strahlung dieselbe Frage beantwortet.

Ist Ultraschall eine Alternative zu MRT und CT?

Ultraschall ist für viele Fragen ein guter erster Schritt, weil er ohne Strahlung arbeitet und kaum belastet. Er stößt an Grenzen, wo Luft oder Knochen im Weg sind, etwa bei Lunge, Darm oder Gehirn. Ob Ultraschall statt MRT oder CT für Ihre Frage reicht, entscheidet Ihre Ärztin.

Ist eine CT bei Platzangst leichter auszuhalten als eine MRT?

Eine CT fällt Menschen mit Platzangst oft leichter als eine MRT. Die Öffnung der CT ist 70 bis 80 Zentimeter weit, der größte Teil des Körpers bleibt draußen, und die Aufnahme dauert meist nur wenige Minuten. Ob eine CT Ihre Frage genauso gut beantwortet wie eine MRT, entscheidet aber Ihre Ärztin.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Röntgendiagnostik: Nutzen und Risiken (StrahlenschutzKonkret), typische Werte der effektiven Dosis, Stand Januar 2026, Bundesamt für Strahlenschutz,
  2. Röntgendiagnostik: Häufigkeit und Strahlenexposition für die deutsche Bevölkerung (Daten für 2023), Bundesamt für Strahlenschutz,
  3. Bekanntmachung der aktualisierten diagnostischen Referenzwerte für diagnostische und interventionelle Röntgenanwendungen vom 17. November 2022, Bundesamt für Strahlenschutz,
  4. Alternative Schnittbildverfahren: Magnet-Resonanz-Tomographie (Magnetfeld, Implantate, Flussdichte), Bundesamt für Strahlenschutz,
  5. § 83 StrlSchG, Anwendung ionisierender Strahlung oder radioaktiver Stoffe am Menschen, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  6. § 85 StrlSchG, Aufzeichnungspflichten bei der Anwendung am Menschen (Absatz 1a: Überschreitung diagnostischer Referenzwerte), Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  7. Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung, Anlage I Nummer 14 (Positronenemissionstomographie), Fassung vom 22. Januar 2026, in Kraft seit 9. April 2026, Gemeinsamer Bundesausschuss,
  8. MRT in der Krebsmedizin: keine Strahlenbelastung, Dauer 20 bis 50 Minuten, Weichteile genauer als in der CT, Knochen schlechter, Schwangerschaft, aktualisiert am 24. September 2024, Deutsches Krebsforschungszentrum, Krebsinformationsdienst,
  9. Computertomographie: Dauer, Öffnung von 70 bis 80 cm, Metall und Herzschrittmacher kein Ausschlussgrund, Einsatz nach Unfällen, Schwangerschaft, aktualisiert am 23. September 2025, Deutsches Krebsforschungszentrum, Krebsinformationsdienst,
  10. Alternative Schnittbildverfahren: Ultraschalldiagnostik (keine ionisierende Strahlung, Einsatzgebiete, schlechte Darstellung gashaltiger und von Knochen verdeckter Organe), Stand 30. Mai 2023, Bundesamt für Strahlenschutz,
  11. Nuklearmedizinische Diagnostik (Funktion von Organen, mittlere effektive Dosis 2,2 mSv je Untersuchung, Schilddrüsenszintigraphie 0,7 mSv), Stand 9. Juni 2026, Bundesamt für Strahlenschutz,

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Stand dieser Angaben: 4. Oktober 2026.