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Was kostet ein CT privat als Selbstzahler?

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Ein CT kostet als Selbstzahler 110,75 bis 378,87 Euro für einen Körperbereich. Ohne besondere Begründung darf die Praxis höchstens 199,34 Euro für Wirbelsäule oder Gelenke und 272,78 Euro für den Bauch berechnen. Mehrere Bereiche wie Kopf und Bauch kosten zusammen höchstens 437,15 Euro, plus Zuschläge. Mit Überweisung zahlt die Kasse das CT ganz.

CT von Wirbelsäule oder Gelenken
110,75 bis 276,86 Euro
GOÄ-Gebührenverzeichnis, 5,82873 Cent je Punkt, Faktor 1 bis 2,5, Stand 22. September 2026
CT des Kopfes
116,57 bis 291,44 Euro
GOÄ-Gebührenverzeichnis, 5,82873 Cent je Punkt, Faktor 1 bis 2,5, Stand 22. September 2026
CT des Bauches
151,55 bis 378,87 Euro
GOÄ-Gebührenverzeichnis, 5,82873 Cent je Punkt, Faktor 1 bis 2,5, Stand 22. September 2026
Ein Patient liegt auf der Liege eines CT-Geräts, daneben steht eine medizinische Fachkraft
Ein Patient liegt vor der Untersuchung auf der Liege des CT-Geräts, die Fachkraft steht daneben. Bild: KI generiert.

Was kostet ein CT je Körperbereich?

Für ein CT auf eigene Rechnung gilt die GOÄ, die amtliche Preisliste für ärztliche Leistungen, die nicht die Kasse bezahlt. Sie gibt jedem CT eine Zahl von Punkten. Jeder Punkt ist 5,82873 Cent wert, das ergibt den Grundpreis. Die Praxis multipliziert ihn mit einem Faktor zwischen 1 und 2,5.

Bis zum Faktor 1,8 braucht die Praxis keine Begründung. Darüber muss sie auf der Rechnung schriftlich erklären, warum Ihre Untersuchung besonders schwierig oder aufwendig war.

Am günstigsten ist ein CT von Wirbelsäule oder Gelenken mit 110,75 Euro zum einfachen Satz. Am teuersten ist der Bauch mit bis zu 378,87 Euro. Zum Faktor 1,8 kostet ein CT des Kopfes 209,83 Euro und ein CT von Hals oder Brustkorb 241,31 Euro.

Preise für ein CT als Selbstzahler je Körperbereich, gerechnet nach der GOÄ mit 5,82873 Cent je Punkt. Bis zum Faktor 1,8 braucht die Praxis keine Begründung.
KörperbereichEinfacher SatzFaktor 1,8Höchstsatz 2,5
Wirbelsäule, Arme, Beine oder Gelenke110,75 Euro199,34 Euro276,86 Euro
Räume zwischen den Wirbeln, etwa die Bandscheiben110,75 Euro199,34 Euro276,86 Euro
Kopf116,57 Euro209,83 Euro291,44 Euro
Hauptschlagader in ganzer Länge116,57 Euro209,83 Euro291,44 Euro
Hals oder Brustkorb mit Lunge134,06 Euro241,31 Euro335,15 Euro
Bauch151,55 Euro272,78 Euro378,87 Euro
Zusätzliche Serie, etwa mit weiterem Kontrastmittel29,14 Euro52,46 Euro72,86 Euro
Kopf, Hals, Brustkorb, Bauch, Wirbelsäule oder Gelenke zusammen, höchstens174,86 Euro314,75 Euro437,15 Euro

Untersucht die Praxis mehrere dieser Bereiche in einer Sitzung, muss sie das auf der Rechnung begründen. Zusammen darf sie dann höchstens 3.000 Punkte berechnen. Das sind 314,75 Euro zum Faktor 1,8 und 437,15 Euro zum Höchstsatz. Ein CT von Kopf und Bauch kostet zum Faktor 1,8 also nicht 482,61 Euro, sondern höchstens 314,75 Euro.

Ein CT kostet damit weniger als ein MRT desselben Bereichs. Der Bauch kostet zum Faktor 1,8 im CT 272,78 Euro und im MRT 461,64 Euro. Die Kosten für ein MRT liegen je nach Körperbereich bei 139,89 bis 641,16 Euro.

Welche Zuschläge zum CT dazukommen

Zum Preis für den Körperbereich können weitere Posten kommen. Eine zusätzliche Serie, etwa mit weiterem Kontrastmittel, kostet zum Faktor 1,8 weitere 52,46 Euro. Für eine Auswertung am Computer mit 3D-Bild darf die Praxis einen Zuschlag von 46,63 Euro berechnen. Diesen Zuschlag darf sie nicht mit einem Faktor erhöhen.

Das Kontrastmittel selbst stellt die Praxis zusätzlich in Rechnung. Fragen Sie vorher, ob Ihr CT mit Kontrastmittel geplant ist und was es kostet.

Gibt es ein CT zur Vorsorge auf eigene Kosten?

Nein, ein CT nur zur Vorsorge, ohne Beschwerden, ist in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt, auch nicht gegen Bezahlung. Ein CT arbeitet mit Röntgenstrahlung. Vorsorge mit Strahlung lässt das Strahlenschutzrecht nur zu, wenn eine Verordnung sie für eine bestimmte Gruppe ausdrücklich erlaubt.

Beim CT gilt das für die Lungenkrebs-Früherkennung per CT. Sie ist für langjährige starke Raucher zwischen 50 und 75 Jahren gedacht, und die Kasse bezahlt sie.

Auch ein selbst bezahltes CT gibt es nur nach ärztlicher Prüfung. Vor jeder Aufnahme prüft eine Ärztin mit Ausbildung im Strahlenschutz, ob der Nutzen für Sie größer ist als das Risiko durch die Strahlung. Erst dann darf die Praxis das CT machen.

Wann zahlt die Kasse das CT?

Mit Überweisung und medizinischem Grund zahlt die gesetzliche Krankenkasse Ihr CT ganz. Sie zahlen nichts dazu. Die Praxis muss dafür mit Ihrer Krankenkasse abrechnen. Fragen Sie deshalb schon bei der Terminvergabe, ob sie Kassenpatienten untersucht.

Vor dem CT klären, wer zahlt
  1. Überweisung

    Ihre Ärztin sieht einen medizinischen Grund und stellt Ihnen eine Überweisung aus.

  2. Kassenpraxis

    Fragen Sie die radiologische Praxis, ob sie Ihr CT über die Kasse abrechnet.

  3. Preis vorher

    Zahlen Sie selbst, nennt Ihnen die Praxis die voraussichtlichen Kosten vorher schriftlich.

CT-Rechnung in 5 Schritten prüfen

Prüfen Sie bei einer CT-Rechnung vor allem drei Dinge. Ist der Faktor zu hoch? Sind mehrere Bereiche einzeln berechnet? Stimmt jeder Betrag?

  1. Prüfen Sie, ob die Rechnung für jede Leistung Datum, Nummer, Bezeichnung, Betrag und Faktor nennt.
  2. Vergleichen Sie jeden Betrag mit dem Preis für Ihren Körperbereich beim genannten Faktor.
  3. Steht ein Faktor über 1,8, suchen Sie die schriftliche Begründung. Über 2,5 darf der Faktor bei einem CT nicht liegen.
  4. Sind Kopf, Brustkorb, Bauch oder Knochen gemeinsam berechnet, dürfen sie zusammen höchstens 314,75 Euro zum Faktor 1,8 kosten, zum Höchstsatz 437,15 Euro.
  5. Der Zuschlag für die Auswertung am Computer darf nur 46,63 Euro betragen.

Häufige Fragen

Was kostet ein CT als Selbstzahler?

Ein CT als Selbstzahler kostet 110,75 bis 378,87 Euro je Körperbereich. Ohne besondere Begründung sind es höchstens 199,34 Euro für Wirbelsäule oder Gelenke, 209,83 Euro für den Kopf und 272,78 Euro für den Bauch. Zuschläge und Kontrastmittel kommen dazu.

Was kostet ein CT von Kopf und Bauch zusammen?

Ein CT von Kopf und Bauch in einer Sitzung kostet ohne besondere Begründung höchstens 314,75 Euro. Für Kopf, Brustkorb, Bauch und Knochen gilt zusammen eine Obergrenze von 3.000 Punkten. Zum Höchstsatz sind das 437,15 Euro.

Darf eine Praxis für ein CT mehr als den Höchstsatz verlangen?

Nein, für ein CT darf keine Praxis mehr als das 2,5-Fache des Grundpreises verlangen. Eine Abmachung über einen höheren Preis ist bei CT und MRT verboten, auch mit Ihrer Unterschrift.

Kann ich ein CT zur Vorsorge selbst bezahlen?

Nein, ein CT nur zur Vorsorge ohne Beschwerden ist in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt, auch nicht gegen Bezahlung. Eine Ausnahme ist die Lungenkrebs-Früherkennung für langjährige starke Raucher zwischen 50 und 75 Jahren. Sie bezahlt die Kasse.

Zahlt die Krankenkasse ein CT ohne Überweisung?

Nein, ohne Überweisung zahlt die gesetzliche Krankenkasse kein CT. Mit Überweisung und medizinischem Grund zahlt sie es ganz, und Sie zahlen nichts dazu.

Was kostet der Zuschlag für ein 3D-Bild beim CT?

Der Zuschlag für eine Auswertung am Computer mit 3D-Bild kostet beim CT 46,63 Euro. Die Praxis darf ihn nur zum einfachen Satz berechnen, also nicht mit einem Faktor erhöhen.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. § 5 GOÄ, Bemessung der Gebühren für Leistungen des Gebührenverzeichnisses (Punktwert 5,82873 Cent, Abschnitt O bis 2,5-fach), Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  2. § 2 GOÄ, Abweichende Vereinbarung (Absatz 3: unzulässig für die Abschnitte A, E, M und O), Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  3. § 12 GOÄ, Fälligkeit und Abrechnung der Vergütung, Rechnung, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  4. Gebührenordnung für Ärzte, Anlage: Gebührenverzeichnis, Abschnitt O, Nummern 5369 bis 5378, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  5. § 630c BGB, Mitwirkung der Vertragsparteien und Informationspflichten (Absatz 3: Kosteninformation in Textform), Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  6. § 13 Bundesmantelvertrag-Ärzte, Anspruchsberechtigung und Arztwahl (Absatz 4: Überweisungsvorbehalt für Radiologische Diagnostik), Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband,
  7. § 83 Strahlenschutzgesetz: ärztliche Prüfung vor jeder Anwendung von Röntgenstrahlung, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  8. § 84 Strahlenschutzgesetz: Früherkennung mit Röntgenstrahlung nur, wenn eine Rechtsverordnung sie zulässt, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Die Texte werden vor der Veröffentlichung gelesen. Name, Adresse und Kontaktdaten der Praxen stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

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Stand dieser Angaben: 4. Oktober 2026.