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Wann zahlt die Kasse eine kurative Mammographie?

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Die Kasse zahlt eine kurative Mammographie, wenn es einen medizinischen Grund gibt. Kurativ heißt, die Untersuchung klärt eine Beschwerde oder einen Verdacht. Gründe sind etwa ein tastbarer Knoten, eine Veränderung an Haut oder Brustwarze oder die Nachsorge nach Brustkrebs. Auch Brustkrebs bei Mutter, Schwester oder Tochter kann ein Grund sein. Mit Überweisung zahlen Sie nichts dazu.

Ihr Eigenanteil bei medizinischem Grund
0 Euro
Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, Rechtsauskunft zur kurativen Mammographie, Stand 22. September 2026
Mammographie bei Brustkrebs in der Familie
ab 40 Jahren
Ärztliche Leitlinie zu Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Brustkrebs, Version 5.1, Stand 2026-06
Wartezeit mit Terminservicestelle höchstens
3 Wochen
Sozialgesetzbuch, Regeln für die Terminservicestellen, Stand 22. September 2026
Eine Frau spricht im Sprechzimmer mit ihrer Frauenärztin
Eine Patientin bespricht mit ihrer Frauenärztin, ob eine Mammographie nötig ist. Bild: KI generiert.

Bei diesen Gründen zahlt die Kasse die Mammographie

Eine kurative Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust, die eine Beschwerde oder einen Verdacht klären soll. Das unterscheidet sie vom Mammographie-Screening, das Frauen ohne Beschwerden zur Früherkennung angeboten wird. Die Kasse zahlt die kurative Mammographie, wenn Ihre Vorgeschichte, Ihre Beschwerden oder die Untersuchung durch Ihre Ärztin einen Verdacht auf eine Erkrankung der Brust ergeben. Das muss nicht immer ein Verdacht auf Krebs sein.

  • Ein Knoten in der Brust oder in der Achsel, den Sie oder Ihre Ärztin ertastet haben.
  • Eine Delle, eine Verhärtung oder eine andere Veränderung der Haut.
  • Eine sichtbare Verformung der Brust oder eine eingezogene Brustwarze.
  • Blut oder andere Flüssigkeit aus der Brustwarze.
  • Die Nachsorge nach einer Brustkrebserkrankung.
  • Brustkrebs bei Mutter, Schwester oder Tochter, wenn Ihre Ärztin daraus ein erhöhtes Risiko ableitet.

Entscheidend ist der Grund, der vor der Untersuchung besteht. Steht er klar auf der Überweisung, muss die Radiologie die Mammographie über die Kasse abrechnen. Die Praxis rechnet dann direkt mit Ihrer Krankenkasse ab und darf von Ihnen kein Geld dafür verlangen.

Unter 40 kommt meist zuerst ein Ultraschall

Bei Frauen unter 40 mit Beschwerden empfiehlt die ärztliche Leitlinie zuerst eine Tastuntersuchung und einen Ultraschall. Der Ultraschall kommt ohne Strahlung aus, und das Risiko durch Röntgenstrahlen ist bei jüngeren Frauen höher. Reicht der Ultraschall nicht aus, um einen Verdacht sicher auszuschließen, kommt die Mammographie dazu. Ab 40 sollen Frauen mit einem auffälligen Befund eine Mammographie bekommen.

Auch der Ultraschall ist eine Kassenleistung, wenn er einen tastbaren Knoten oder ein unklares Röntgenbild klären soll. Ohne medizinischen Grund zahlen Sie ihn selbst, das gilt auch für den Brustultraschall bei dichter Brust.

Ab 40 bei Brustkrebs in der Familie

Hatte Ihre Mutter, Schwester oder Tochter Brustkrebs, soll Ihnen die Ärztin schon ab 40 eine Mammographie anbieten. Dasselbe gilt, wenn zwei Verwandte zweiten Grades erkrankt sind, etwa beide Großmütter. So empfiehlt es die ärztliche Leitlinie zur Brustkrebs-Früherkennung. Diese Untersuchung kann dann als kurative Mammographie über die Kasse laufen.

Fachleute sprechen in diesem Fall von einem mittleren Risiko. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Brustkrebs zu erkranken, liegt dann bei 17 bis 29 Prozent. Eine dichte Brust allein reicht für diese Einstufung nicht.

Ohne Beschwerden und mit normalem Risiko soll vor 40 keine Mammographie zur Früherkennung stattfinden. Gibt es Hinweise auf ein hohes, erbliches Risiko, rät die Leitlinie zu einer Beratung in einem Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs. Dort kann auch eine Brust-MRT zur Früherkennung gehören.

Vorsorge-Mammographie gibt es nur im Screening

Eine Mammographie nur zur Vorsorge, ohne Beschwerden und ohne erhöhtes Risiko, ist in Deutschland nur im Screening-Programm erlaubt. Das legt das Strahlenschutzrecht fest. Sie können eine solche Untersuchung deshalb auch nicht einfach selbst bezahlen. Das Mammographie-Screening ab 50 kommt mit einem Brief der Zentralen Stelle Ihres Bundeslandes.

Für Frauen zwischen 45 und 49 ist die Mammographie zur Früherkennung seit März 2026 erlaubt. Ob die Kasse sie bezahlt, entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss, das Gremium aus Ärzten und Krankenkassen, das festlegt, was die Kasse zahlt. Bis dahin zahlen diese Frauen die Untersuchung selbst.

Beide Wege kosten Sie 0 Euro, das Screening gibt es aber nur für Frauen von 50 bis 75 Jahren. Außerdem prüfen im Screening zwei Fachleute jedes Bild, bei der kurativen Mammographie meist nur eine Ärztin oder ein Arzt.

Kurative Mammographie und Mammographie-Screening im Vergleich.
MerkmalKurative MammographieMammographie-Screening
GrundBeschwerde oder Verdachtkeine Beschwerden, reine Früherkennung
Alterjedes Alter, unter 40 meist zuerst Ultraschall50 bis 75 Jahre
Wie Sie hinkommenÜberweisung Ihrer ÄrztinBrief der Zentralen Stelle
Wer die Bilder beurteiltmeist eine Ärztin oder ein Arztzwei Fachleute unabhängig voneinander
Ihre Kosten0 Euro0 Euro

So bekommen Sie die Mammographie als Kassenleistung

  1. Gehen Sie mit Ihren Beschwerden zuerst zu Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Hausarzt.
  2. Lassen Sie den Grund, etwa den Knoten oder die Erkrankung in der Familie, auf die Überweisung schreiben.
  3. Nennen Sie den Grund bei der Anmeldung in der Radiologie noch einmal.
  4. Bringen Sie frühere Mammographie-Bilder und Befunde mit, wenn Sie welche haben.
  5. Fragen Sie bei der Terminvergabe, ob die Praxis die kurative Mammographie mit der Kasse abrechnen darf. Dafür braucht sie eine eigene Genehmigung.

Finden Sie keinen Termin, hilft die Terminservicestelle unter der Telefonnummer 116117. Mit einer Überweisung vermittelt sie Ihnen innerhalb einer Woche einen Termin in der Radiologie. Auf diesen Termin warten Sie dann höchstens 3 Wochen.

Was tun bei einer Rechnung trotz Beschwerden?

Manche Frauen bekommen eine Privatrechnung, obwohl ein medizinischer Grund vorlag. Die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern berichtet von solchen Beschwerden. Bei näherer Prüfung war die Untersuchung oft doch eine Kassenleistung, und die Praxis konnte sie nachträglich über die Kasse abrechnen.

Eine Privatrechnung darf die Praxis nur stellen, wenn Sie vorher zugestimmt haben und auf die Kosten hingewiesen wurden. Weiß die Praxis, dass die Kasse nicht zahlt, muss sie Ihnen die voraussichtlichen Kosten vor der Untersuchung in Textform nennen, also schriftlich auf Papier oder per E-Mail. Lassen Sie sich beraten, wenn die Praxis eine Rechnung trotz Überweisung nicht zurücknimmt, etwa bei Ihrer Krankenkasse oder der Unabhängigen Patientenberatung.

Häufige Fragen

Zahlt die Krankenkasse eine Mammographie bei einem Knoten in der Brust?

Ja, bei einem tastbaren Knoten zahlt die Krankenkasse die Mammographie in jedem Alter. Sie brauchen dafür eine Überweisung, etwa von Ihrer Frauenärztin. Bei Frauen unter 40 kommt meist zuerst ein Ultraschall.

Ab welchem Alter zahlt die Kasse eine Mammographie, wenn die Mutter Brustkrebs hatte?

Ab 40 Jahren kann die Kasse eine Mammographie zahlen, wenn Ihre Mutter, Schwester oder Tochter Brustkrebs hatte. Dasselbe gilt, wenn zwei Verwandte zweiten Grades erkrankt sind, etwa beide Großmütter. Die Untersuchung läuft dann als kurative Mammographie mit Überweisung.

Kann ich eine Mammographie ohne Beschwerden selbst bezahlen?

Nein, eine Mammographie ohne Beschwerden und ohne erhöhtes Risiko ist in Deutschland nur im Screening-Programm erlaubt. Das Programm gilt für Frauen von 50 bis 75 Jahren. Seit März 2026 ist die Früherkennung auch ab 45 erlaubt, Frauen zwischen 45 und 49 zahlen sie aber vorerst selbst.

Muss ich bei einer kurativen Mammographie etwas zuzahlen?

Nein, bei einer kurativen Mammographie mit Überweisung zahlen Sie nichts dazu. Die Praxis rechnet direkt mit Ihrer Krankenkasse ab. Sie darf von Ihnen dafür kein Geld verlangen.

Wie schnell bekomme ich einen Termin für eine Mammographie bei einem Knoten?

Höchstens drei Wochen warten Sie auf einen Termin in der Radiologie, wenn ihn die Terminservicestelle unter 116117 vermittelt. Dafür brauchen Sie eine Überweisung. Die Terminservicestelle muss Ihnen den Termin innerhalb einer Woche nennen.

Prüfen bei der kurativen Mammographie auch zwei Ärzte die Bilder?

Nein, bei der kurativen Mammographie beurteilt in der Regel eine Ärztin oder ein Arzt die Bilder. Die Prüfung durch zwei Fachleute schreibt nur das Mammographie-Screening vor. Bei Zweifeln können Sie selbst eine zweite Meinung einholen.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Rechtsauskunft: Mammographie und Augeninnendruckmessung als kurative oder präventive Leistung, Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern,
  2. S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Version 5.1, Empfehlung 3.19 (moderates Risiko, Früherkennung ab 40), Leitlinienprogramm Onkologie (AWMF-Register-Nr. 032-045OL),
  3. § 61 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch: Zuzahlungen, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  4. § 2 Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ): Abweichende Vereinbarung, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  5. GOÄ-Ziffer 5266: Mammographie einer Seite, in zwei Ebenen, abrechnungsstelle.com,
  6. Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Absatz 2 SGB V zur kurativen Mammographie, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV),
  7. Mammographie (kurativ): Genehmigungsvoraussetzungen, Kassenärztliche Vereinigung Hessen,
  8. § 630c Bürgerliches Gesetzbuch (BGB): Wirtschaftliche Aufklärungspflicht bei Selbstzahlerleistungen, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  9. § 75 Absatz 1a SGB V: Terminservicestellen, Vermittlungsfristen, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  10. Krebsfrüherkennungs-Richtlinie, Anlage IV b: Entscheidungshilfe zum Mammographie-Screening (Früherkennung nur im Programm, Doppelbefundung nur im Screening, Warnzeichen zwischen zwei Terminen), Gemeinsamer Bundesausschuss,
  11. Brustkrebs-Früherkennung künftig für Frauen ab 45 zulässig (Kosten bis zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses selbst zu tragen), Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit,
  12. Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung (Kassenleistung zur Abklärung auffälliger Tast- oder Mammografie-Befunde), IGeL-Monitor, Medizinischer Dienst Bund,

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Die Texte werden vor der Veröffentlichung gelesen. Name, Adresse und Kontaktdaten der Praxen stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

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Stand dieser Angaben: 4. Oktober 2026.